Observatoire suisse du commerce des vins

05 octobre 2016

Rapport Nr. 7

 

ZUSAMMENFASSUNG DES 1. HALBJAHRESBERICHTS 2016

Die Ergebnisse des 1. Halbjahres 2016 bestätigen die Tendenzen, welche sich aufgrund der kleinen Ernte 2015 abgezeichnet hatten: die Nachfrage nach Schweizer AOC-Weinen überstieg das Angebot bei den Grossverteilern.

Als Folge der Verknappung des Angebotes, sank der Umsatz von Schweizer AOC-Weinen bei den Grossverteilern im 1. Halbjahr um 7,8 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres (Abb. 1.1). die Situation hat sich im 2. Quartal weiter verschlechtert, der Umsatzrückgang lag ähnlich hoch, wie der Rückgang der Lagerbestände Ende Dezember 2015 (-8.6 %).

Die Verkäufe aller Weintypen sind im 1. Halbjahr 2016 zurückgegangen (Abb. 1.2). Diese Verminderung der Verkäufe ist besonders stark ausgeprägt für Schweizer AOC Rosé-Weine, deren Menge für das 2. Jahr in Folge um 11,4 % zurückging, dies jedoch auf einem viel höheren Niveau als die Veränderung des Lagerbestandes (-5.2 %).

Der Markt für rote Schweizer AOC-Weine wies zu Beginn des Jahres 2016 seinerseits einen Rückgang von 7,2 % aus, was über der Abnahme ihrer Lagerbestände von 5,7 % liegt. Die Menge der weißen AOC-Weinen, welche im Jahresvergleich in der 1. Hälfte 2015 nur leicht zurückging, ist dieses Mal um 6,9 % gefallen (eingelagerte Menge Ende 2015: -12.1%).

Aufgrund der geringen verfügbaren Mengen bei den Grossverteilern für Werbemassnahmen, stieg der Durchschnittspreis pro Liter Schweizer AOC-Wein bei den Grossverteilern nominal um 3,7 % bzw. 44 Cents, um sich im 1. Halbjahr 2016 bei CHF 12.47 zu halten. Die Durchschnittspreise nehmen für alle Weintypen für das 2. Jahr in Folge zu.

In erster Linie war der Anstieg der Preise für Walliser Weine, über alle Weintypen gesehen (4,5 %), und für Waadtländer Weissweine (4,6 %), für das allgemeine Preisniveau der Schweizer Weine bei den Grossverteilern verantwortlich. Für den Bereich eines Durchschnittspreises zwischen CHF 10 und 15 pro Liter Schweizer AOCWein konnte insgesamt eine Preisanpassung nach oben festgestellt werden.

Auf regionaler Ebene verzeichneten in der 1. Hälfte 2016 die 3-Seen-Region (+ 5,3 %), und in geringerem Masse die Deutschschweiz und das Tessin einen Umsatzanstieg von AOC-Weinen bei den Grossverteilern (Abb. 1.3). Der Umsatz bei Walliser Weinen ist dagegen stark rückläufig (-6.9 %). Die Verkäufe von Waadtländer Weinen gingen signifikant zurück (-3.7 %), während die Umsätze im Verkauf von Genfer Weinen stabil blieben.

Die Verkäufe von Schweizer Land- und Tafelweinen, welche Produkte eher heterogener Natur sind, gingen bei den Grossverteilern in etwa gleichem Masse wie die Lagerbestände zurück (-8.3 % gegenüber - 11,5 %), dies unter Beibehaltung der Preise des Vorjahres (Abb. 1.4). Weißweine ohne AOC-Label, mehrheitlich Tafelwein, dessen Lagerbestand Ende 2015 um 29,7 % zurückging, war von der aktuellen Marktsituation am Stärksten betroffen (-10 %).

Insgesamt erlitt der Markt für Schweizer Wein einen Rückgang der Geschäftstätigkeit um 1,5 % während des 1. Halbjahres 2016 (Abb. 1.5). Während die verkauften Mengen von Schweizer AOC Wein und Weinen ohne AOC-Label bei den Grossverteilern um 7,9 % zurückgingen, stiegen die Verkäufe von ausländischen Weinen an (um 1,3 % während der Berichtsperiode).

Das Umsatzwachstum von ausländischen Weinen bei den Grossverteilern im 1. Quartal 2016 ist vor allem auf die Zunahme des Umsatzes italienischer Weinen zurückzuführen (5,8 %), während der Import von französischen Weinen noch immer die Auswirkungen des Einkaufstourismus spürt und darunter leidet (-4,4 %).

Trotz des starken Frankens und dem Druck, der dadurch auf dem Schweizer Weinmarkt lastet, stieg das allgemeine Gesamtpreisniveau bei den Grossverteilern im Jahresrhythmus leicht an (0,3 %). Verstärkt durch einem ansteigenden Lagerbestand Ende Dezember (um 2,9 %), sank der Preis für ausländische Weine um 0,7 %. Der Preis für Schweizer AOC-Weine und für Landweine stieg um 3,4 % auf CHF 10,88 pro Liter, dem höchsten Durchschnittspreis der letzten 5 Jahre.

Die Kluft zwischen dem Durchschnittspreis einheimischer Weine und demjenigen ausländischer Weine, steigt auf CHF 1,94 gegenüber CHF 1,63 im Vorjahr. Schweizer AOC-Wein bleibt wettbewerbsfähig und scheint insgesamt im Vergleich zu ausländischen Weinen in ausgewählten Preissegmenten gut positioniert zu sein.

 

 

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